Beschreibung
„Inge staunte, als sie in die Blindenwerkstatt kam. Obwohl die Arbeiter blind waren, waren sie sehr geschickt. Mit welcher Geschwindigkeit sie die Borsten und Fasern durch die Löcher in den Besenhölzern zogen! Schneller, als Inge es gekonnt hätte. Dabei konnte sie doch sehen. Die blinden Besenmacher sangen sogar bei der Arbeit, oder sie erzählten sich Witze. So sicher fühlten sie sich bei Papa Weidt.“ Die wahre Geschichte eines fast blinden Mannes, der zur Zeit des Nationalsozialismus vielen Juden geholfen hat, indem er ihnen in seiner Besenbinderwerkstatt Arbeit gab und sie auch dort versteckte. Es ist auch die eigene Geschichte der Autorin, denn sie selbst fand Schutz und Hilfe bei Otto Weidt.